Floor-Work und Improvisation

mit Verena Kutschera und Richard Oberscheven

In unserem Workshop wollen wir die Praktiken von Flying Low Technik und Improvisation Technologies miteinander verbinden. Flying Low ist eine Bodenarbeit-Technik, die von dem, Choreographen und Performer David Zambrano entwickelt wurde. Die Technik steht im ständigen Wechselspiel zwischen Kohäsion und Ausdehnung der Bewegung, contraction and release.

William Forsythe´s Improvisation Technologies dienen als Inspiration und Basis, um die physische Kommunikation zu stärken und räumliche Beziehungen herzustellen.

Der Workshop gliedert sich in zwei Teile, Floor-Work und Improvisation. Wir werden die Prinzipien der Floor-Work Technik untersuchen bzw. die Verbindung der Tänzer*innen zum Boden: also das Spiel mit Gravitation, Zentrifugalkraft und Energie in Bewegungen. Daraus entwickeln wir dynamische Bodensequenzen mit dem Fokus auf der Spiralbewegung. In der Improvisation fokussieren wir uns auf die körperliche und räumliche Geometrie, werden vielfältige Variationen verschiedener Kombinationen innerhalb der eigenen Bewegungsmöglichkeiten spielerisch erkunden und gestalten.

Der Unterricht beginnt mit einem Warm Up, mit dem wir den Körper physisch erwärmen und unsere Wahrnehmung erweitern. Der Weg führt über einfache bis hin zu komplexen Bewegungssequenzen, die sich in und aus dem Boden bewegen. Der Fokus liegt auf einer effizienten und organischen Bewegungsführung in Verbindung mit dem Boden. Anschließend erforschen wir in der Improvisation alle Möglichkeiten der Bewegung, mit von uns vorgeschlagenen Aufgaben, die wir zu unserem eigenen TANZ verbinden.

Voraussetzungen: Mittelstufe in Modern Dance und oder zeitgenössischem Tanz

Samstag, 29. und Sonntag, 30. Juni 2019

Open Level: 11:45–13:15 Uhr

Verena Kutschera und Richard Oberscheven

Verena Kutschera, ausgebildete Tänzerin, Choreografin und Dozentin für Tanz und Pilates, erhielt ihren BA (HONS) in Contemporary Dance vom Trinity Laban Conservatoire of Music and Dance in London und ihren MA in Contemporary Dance Education von der Hochschule für Musik und Darstellenden Kunst Frankfurt am Main. Als Tänzerin arbeitete sie mit Kompanien wie SomoSQuien, Junges Tanztheater Bremen, La Fura Dels Baus und Choreografen wie Jeremy Nelson, Rosalind Crisp, Lea Anderson, Jun Takahashi. Sie tourte mit Ihrer künstlerischen Arbeit Play Power Pause & Forward im Rahmen des Postgraduiertenprogramms Dance Beyond Borders durch ganz Europa. Als Dozentin arbeitet sie international in verschiedenen Vermittlungsformaten, gibt Workshops für Zeitgenössischen Tanz unter anderem für die Tanzbasis Berlin, Centro De Danca Deborah Colker in Rio de Janeiro, La RUCHE in Lyon, dem nordkarelianischen College Outokumpu in Finnland und der TENZA schmiede in Dresden.

Verenas Unterricht verbindet Einflüsse unterschiedlicher Tanztechniken – von Contemporary/Release Technique, über Floor Work (Flying Low/Passing Through Technik entwickelt von David Zambrano) bis zu Yoga und Spiraldynamik.

Richard Oberscheven erhielt seine Bachelor of Arts in Klassischem und Zeitgenössischem Tanz, Improvisation und Feldenkreis an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst, Frankfurt am Main.
Als Tänzer arbeitet er mit internationalen ChoreografInnen zusammen wie Dieter Heitkamp, William Forsythe, Marie-Luise Thiele, Marguerite Donlon, Sven Gettkant, Félix Duméril und Taulant Shehu. Seine eigenen Werke zeigte er in verschiedenen Theatern in Frankfurt, Gießen und Saarbrücken. Er mixt als DJ elektronische House Musik in verschiedenen Nachtclubs und anderen Kontexten wie dem Kunstverein Lola&Montez und radio x. Als Dozent unterrichtet er das professionelle Tanztraining in der TanzFaktur in Köln, gibt Workshops in verschiedenen Tanz Studios sowie an der Frankfurt University for Applied Sciences.

Sein Unterricht ist inspiriert und beeinflusst von verschiedenen Improvisationssystemen wie die Improvisation Technologies von William Forsythe. Er experimentiert mit dynamischen Wechseln von Positionen und Raumrichtungen und sucht nach natürlichen Bewegungselementen, um den Tanz als lebendige Anatomie zu erfahren.

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